DOLMEN im STEINBERGPARK in Berlin
Im Ortsteil Wittenau /
Waidmannslust des Berliner Bezirkes Reinickendorf liegt der Steinberg Waldpark.
Hier findet man etwas versteckt im Wald, unweit der dort vorhandenen Rodelbahn,
ein jungzeitliches Großsteingrab, einen so genannten DOLMEN. Läuft man vom
Waidmannsluster Damm aus, einen der Wege parallel zur Rodelbahn aufwärts,
findet man den Dolmen links der Rodelbahn.

Es soll sich allerdings nur um eine Rekonstruktion eines früher hier in der Nähe vorhandenen, aber im 19. Jahrhundert zerstörten Großsteingrabes handeln. Als Vorbild für die Wiederherstellung des Dolmen dienten die zahlreichen, noch heute vorhandenen prähistorischen Monumente dieser Art in der gesamten Mark Brandenburg. Der Dolmen wurde irgendwann zwischen 1924 und 1930 an seinem jetzigen Standort aus entsprechenden Findlingen aufgestellt.
In diesem Zeitraum entstand auch der heute so genannte
Waldpark Steinberg oder Steinbergpark, der damals auch Tegeler Steinberg hieß.
Die Anlage des Parks wurde von Karl Löwenhagen und F. Kuhrt unter
Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten in dem restlichen seinerzeit
noch vorhandenen Gebiet des „Bondikschen“
Waldbesitzes, konzipiert und ausgeführt. Der Park wurde dann nach 1945 nochmals
erweitert und ist heute etwa
Ursprünglich war dieses Waldgebiet noch sehr viel größer und
es waren wahrscheinlich auch einige Steingräber vorhanden. Aber Wald und Steine
mussten dann der dichter werdenden Besiedelung weichen. Das Gebiet gehörte
ursprünglich dem Lübarser Försters Bondick. Bondick
der seinerzeit auf dem Hermsdorfer Gut gearbeitet hat, konnte das Land von der Lübarser Bauernwitwe Knobbe 1875
erwerben. Nach dem Tode ihres Mannes war sie gezwungen, 64 Morgen zu verkaufen,
um die Erben auszuzahlen. Bondick, der das Land für seinen Gutsbesitzer Leopold
Lessing erwerben sollte, kaufte das gesamte Areal, das sehr günstig am Tegeler
Weg (heute: Waidmannsluster Damm) lag, aber für sich selbst und errichtete
inmitten des Waldes ein mit Reh- und Hirschgeweihen geschmücktes Wirtshaus
(heute: Waidmannsluster Damm 144), das er "Waidmannslust" nannte.
JKS / 2003