Der Zusammenhang zwischen der Natur und unseren heutigen
Feiertagen liegt in den mystischen Glaubenslehren unserer als pagan bezeichneten Vergangenheit begründet. Diesen
naturverbundenen Glauben haben die jeweiligen Päpste in Rom bei der
Christianisierung der keltischen und germanischen Gebiete als Paganismen größtenteils in die christliche Religionslehre
übernommen.
Als die
Christianisierung in den germanischen und keltischen Gebieten Europas begann,
konnten die Missionare die tief verwurzelten Bräuche, die das Leben der
Menschen prägten, nicht unterdrücken. Man versuchte deshalb die alten Sitten
mit dem christlichen Glaubensgut zu füllen und man legte in Rom fest, die
heidnischen Feiertage mit den christlichen zu synchronisieren. Um dies noch
weiter zu unterstützen wurden teilweise auf den alten Kultplätzen, christliche
Kapellen, Kirchen und Kathedralen
(je
nach Größe und Bedeutung der alten Kultstätten) errichtet.
Es folgt eine
Gegenüberstellung der „heidnischen“ Monate, Wochentage und
Feiertage mit ihren
heutigen Bezeichnungen:
Monate:
Januar
= HARTUNG - Zeit des hartgefrorenen Schnees. „Hart“
kommt hier aus dem
Althochdeutschen und
bedeutet soviel wie „viel“, „sehr“ - also viel Schnee, viel Kälte u.s.w.
Februar = HORNUNG -
Zeit des „Horens“ und der Fasnacht. „Horen“ = „sich paaren“.
(Bezeichnung auch
SELLE – Zeit des „Gesellens“)
März = LENZING -
Zeit des Anfangs langer Tage, Frühlingsmonat.
April = OSTERMOND -
Monat der Osterzeit / Ostara - Göttin der Morgenröte und des
aufsteigenden
Sonnenlichts. (Bezeichnung
auch SIGMOND – die Sonne siegt über die Dunkelheit)
Mai = WONNEMOND -
Zeit der Freude und Lust, Eintritt der Sommerwonne.
„Mai“ ebenso
geläufig. „Mai“ = kelto-germanisch für „jung“
Juni = BRACHET –
auch Pranget - Zeit des Umbrechens der Brache. Äcker werden geschont; liegen
brach.
Die Natur prangt,
vor allen Blumen.
Juli = HEUERT – auch
Heumond - Zeit der Heuernte, die Wiesen werden gemäht.
August = ERNTING -
Zeit zum Einbringen der Getreideernte.
September =
SCHEIDING - Zeit des Scheidens, die Hochzeit des Jahres, Obsternte.
Oktober = GILBHART -
Herbstliche Zeit des Welkens und Vergilbens in der Natur, Laubfall.
(Bezeichnung auch
Herbstmond)
November = NEBELUNG
– Zeit des nebel- und windreichen Monats, Winterbeginn.
Dezember = JULMOND -
Weihnachtszeit - Zeit des Julfestes und der zwölf heiligen
Weihe- oder
Raunächte.
Wochentage:
Montag – Mondtag Dienstag – Tiestag Mittwoch
– Wotanstag
Donnerstag – Donarstag Freitag
– Frijatag Samstag – Sambeth
Sonntag – Sonnentag
Montag ist dem
Mond geweiht; Dienstag leitet sich von Ties, Tiu, Tyr
ab, dem Germanengott der Krieger; Mittwoch für Odin =
Wotan; Donnerstag gilt für Thor,
dem Gott mit Blitz und Donner aus dem Hammer; Freitag ist Freya, Frija, Frigga
der Göttin für
Schönheit und Liebe (Wotans
Gemahlin) gewidmet; ihr Beiname im Winter ist auch Frau Berchta
oder Frau Holle);
Samstag leitet sich vom Tag für Ambeth (´s Ambeths Tag) ab. Ambeth eine der drei Bethen (Nornen)
Ambeth, Wilbeth und
Borbeth
(s. auch unten – Gedanken zu Jul); Sonntag, der Sonne geweiht.
Feiertage:
(Wobei diese Auflistung keinen Anspruch
auf Vollständigkeit erhebt )
1. Februar / Imbolc - Lichtmess
Imbolc
ist ein Fest des Lichtes und wird mit Reinheit und Unschuld in Verbindung
gebracht.
Die Göttin Erde
erwacht nach einer Phase der Ruhe durch das immer öfter scheinende Licht
der Sonne. Der
Frühling naht und ist fast da.
Es ist der Herrschaftsantritt der weißen, jungfräulichen
Göttin, die auch in der griechischen
Artemis wieder zu finden ist.
Ihre Pflanze, die Artemisia, besser bekannt als Beifuß, zählt schon
seit der Antike zu einer der
wichtigsten Hexenpflanzen. Mit ihr wurde die Wohnstube von den
Geistern der langen dunklen
Winterzeit gereinigt. Zu Imbolc, dem Fest des beginnenden
Lichts,
wird die Göttin mit einem
Freudenfeuer begrüßt. Ebenso wird vielerorts eine brennende Kerze
von Haus zu Haus getragen, um
das Feuer der Brigid, der Göttin der Inspiration und
des Lebens,
ins Haus zu tragen. Es wird
auch gerne orakelt, was das zukünftige Jahr bringen wird. Zeitgleich
startet das
Faschingstreiben, bei dem die letzten Geister des Winters quasi hinfort gelacht
werden.
14. Februar /
Valentinstag – Vali:
Fest
der Familie, Vali (Sohn Odins) gilt als Beschützer
der Familie und Verkünder des sich
nähernden
Frühlings und Ostaras, Vali verschießt Lichtstrahlen
/ Lichtpfeile und gilt somit
auch als
Liebesgott, Fest der Liebe.
Ostern – Oster / Ostara / Ostermond:
Der
Name leitet sich von der Himmelsrichtung der aufgehende Sonne – OSTEN – ab.
Am 21. März, dem
Frühlingsanfang sind Tag und Nacht gleich lang. Ab dem 22. März
werden die Tage allmählich
wieder länger. Die Sonne siegt über die Dunkelheit – der
Sommer über den Frühling.
Wartet man nun noch auf den darauf folgenden Vollmond,
um auch dem Mond seinen Tribut
zu zollen, feiert man das Fest zwischen dem 22. März
und dem 25. April.
Das
Ostarafest ist der Göttin der Morgenröte geweiht - entsprechend wird die
positive
Kraft des Neubeginns gefeiert.
Die Begleittiere der Göttin für das erwachende Leben
sind Hasen und Marienkäfer. Diese
Zuordnung hat sich bis heute auch im Christentum
erhalten – Osterhasen bringen
Eier und Marienkäfer als Glücksbringer.
Das Dunkel der Winterzeit ist
nun endgültig besiegt, und allerorts regt sich Leben.
1. Mai – Beltaine:
Walpurgisnacht
30.4. zum 1.5. , Fest zu Ehren der Göttin Walburga, Freudenfeuer,
Beltaine = leuchtendes Feuer, Feuer des Lichtgottes Belenos (Bal, Baldur),
Fest der
Reinigung zwischen den Feuern und Fest der Fruchtbarkeit – Maibaum
Beltane, was „leuchtendes Feuer“ bedeutet, ist eines der vier
großen heidnischen
Hauptfeste.
Ein Fest zum Übergangszeit vom Frühling zum Sommer. In vielen
Gemeinden
werden bis heute an diesem traditionellen Feiertag auf dem Dorfplatz
Maibäume
als Symbol der Fruchtbarkeit aufgestellt. Es wird gefeiert, getanzt und
geliebt.
Dies war
auch der Grund, warum die christlichen Kirchenherren dieses orgiastische
Freudenfest
auf das Schlimmste verteufelten und strengstens verboten. Jedoch ist ihnen
dies bis
heute noch nicht vollständig gelungen. Maibäume stehen immer noch und die
Erinnerung an
„Hexentänze“ dieser Nacht werden auch weiterhin für einen Heidenspaß
sorgen.
Pfingsten – Frühlingsthing:
Vermutlich
wurde der Zeitpunkt des Festes durch die Christianisierung nach vorne
verschoben. Es
ist aber auch kein genaues Datum überliefert.
Zum Sommeranfang wurde ein Fest zu
Ehren aller Götter gefeiert. Man hielt Gericht auf
den
Thingplätzen, das gesamte Volk vergnügte sich, man verglich sich im Kampf und
man die
jungen Männer in den Kreis der Krieger auf. Novizen erhielten die Priesterweihe.
Vergleichbar
mit heutigen Frühlingsfesten auf Rummelplätzen.
21. Juni –
Mittsommer / Brachmond – Litha – Sommersonnenwende:
der
längste Tag des Jahres, die Sonne erreicht ihren Höhepunkt. Dies ist der Sommerbeginn,
der
längste Tag und die kürzeste Nacht. Das Fest Baldurs, abermals
Feuer zu Ehren Baldurs.
Wasser,
das aus einer Quelle geschöpft und in dieser Nacht geweiht wird, soll mit
starker
magischer
Energie aufgeladen sein.
Das Fest
ist aber nach Juno benannt, der römischen Göttin der Fruchtbarkeit und
Namensgeberin
des
Monats Juni. Sie wird gerne in Liebesangelegenheiten
um Hilfe gebeten. Mittsommerkräuter
wie z.
B. Johanniskraut, Lavendel und Margeriten werden in dieser magischen Nacht der
Göttin
geweiht.
An
diesem letzten Frühlings- und ersten Sommertag erreicht die Sonne auf der
Nordhalbkugel
der Erde den höchsten Stand, danach werden die Tage wieder kürzer.
Von alters her wird
der längste Tag des Jahres als Fest der Sommersonnenwende
gefeiert.
Auch heute werden dazu noch große Feuer entzündet - Johannesfeuer genannt.
Früher
glaubten die Menschen auch , dass in der kürzesten
Nacht des Jahres die Götter auf die
Erde kommen. Die Menschen tanzten um die
Sonnwendfeuer, pflückten Heilkräuter und
warfen
sie in die Flammen. Girlanden aus Efeu, Johanniskraut, Schafgarbe und Wegerich
sollten
- um die Haustür gewunden - vor bösen Geistern schützen.
1. August – Lughnasad:
das
erste der ursprünglichen drei Erntedankfeste, Lugh
der keltische Gott des Lichts mit
druidischer
Weisheit. Lugh wurde christlich mit Luzifer
identifiziert und Lughnasad wurde zum
Tag Luzifers Sturz in die
Hölle, - somit nicht christlich als Feiertag sondern als Unglückstag
ausgewiesen,
die Lughnasad-Bräuche zum Lughnasad
wurden auf andere Erntefeste übertragen.
Dieses Fest wird auch zu Ehren der großen Erdenmutter
gefeiert. Bereits unsere Ahnen haben
sie um
reiche Ernte und um Schutz gegen Unglück, Unwetter oder Schädlinge angefleht.
Kräuterfrauen nutzen die Tage um Lughnasad zum Sammeln der Heilkräuter, die sich besonders
in
diesen Tagen in voller Pracht und Kraft zeigen.
23. September –
Herbstmond – Mabon:
das
zweite, vorchristliche Erntedankfest,
Mabon, Herbst-Tag- und Nachtgleiche Ein Fest des Ausgleichs und
der Harmonie. Es wird zu Ehren
von Ceres, der Erntegöttin, zelebriert. Die Felder sind
abgeerntet, die Blätter auf den Bäumen zeigen
sich im
prächtigsten Farbenspiel. Überall liegen die Tische voll mit den Gaben von
Mutter Erde.
Um
Mutter Erde zu danken, war es früher Brauch, auf den Feldern einige Ähren
stehen lassen und
diese
mit bunten Bändern schmücken.
1. Sonntag im
Oktober - Haust
Erntedankfest,
31. Oktober / 1.
November – Samhain:
heutiges
Halloween, vorchristliches Toten- und Ahnenfest,
christlich
/ katholisch – Allerheiligen, Allerseelen,
Vergangenheit
und Gegenwart verbinden sich im Gedenken an die Ahnen.
In dieser besonderen Nacht, in der die Schleier zwischen
dem Diesseits und Jenseits, der Welt der
Lebenden
und der Toten, sehr dünn sind, gedenken wir bewusst der Verstorbenen und feiern
ihnen
zu Ehren
dieses große Fest. Dunkel und Hell liegen in dieser Nacht nah beieinander.
Dieser Zyklus
spiegelt
sich auch in der Natur wider. Nachdem uns Mutter Erde ihre Früchte geschenkt
und somit
das Überleben
gesichert hat, begibt sie sich zur Ruhe. In dieser dunkelsten Zeit des Jahres
wird der
Weg in
das Reich von Hekate, der Göttin der Unterwelt,
angetreten. Nun gilt es, sich auch spirituell
mit den
eigenen dunklen Seiten auseinanderzusetzen. Altes, Überholtes und „Totes“
loszulassen.
Dies ist
ein äußerst heilsamer Prozess, um aus dem unglaublichen Potenzial der
verborgenen
Quellen
wieder neue Kraft und Energie schöpfen zu können.
11. November –
Nebelmond:
Gedenken
an die Helden, die in Kriegen gefallen sind,
Gedanken um
für Frieden und Freiheit zu kämpfen oder zu verteidigen,
heute
Martinstag und Volkstrauertag sowie Totensonntag,
21. Dezember – Jul /
Mittwinter:
Fest
zur Wintersonnenwende, die Sonne hat den südlichen Wendekreis erreicht,
die längste Nacht des Jahres, Jul ist die weihevolle Nacht = Weihnachten,
in der auch Baldur wiedergeboren wird, (Parallelen zum christlichen Weihnachtsfest
sind unverkennbar), der Mistelzweig der Baldur den Tod
brachte wird jetzt zum
Heilssymbol,
Licht und Wärme wird wieder kommen (viele Kerzenlichter),
der
Lichterbaum als immergrüner Weltenbaum,
Familienfest
mit Gabentausch das 13 Tage dauert – die erste Nacht des Julfestes
und 12 weitere Tage, die stellvertretend für zwölf Monate
des Jahres stehen
(heute: 24.12. bis 6.1.).
Ende und Beginn
– Tod und Wiedergeburt verschmelzen miteinander
Saturn, der Herr der Kälte und des Eises, tritt gemeinsam
mit Percht oder Hel, der Göttin des
Todes
und der Unterwelt, seine Herrschaft an. Mit dieser Nacht beginnen auch die
Raunächte,
in denen
Wotan mit seinem Gefolge - zu dem Geister, Hexen und Wölfe zählen - in
"wilder Jagd"
durch
die Lüfte prescht.
Einige
Gedanken zu Jul:
Die Zeit
zwischen dem 21. und dem 25. Dezember war seit Urzeiten das Datum für die
Sonnenwendfeiern
und somit in vielen alten Kulturen von großer Bedeutung. Im
Unterschied
zu den alten Naturreligionen gruppierte man bei Schaffung des Christentums
die
Symbolwelt dafür um die Gestalt eines historischen Menschen mit Namen Jesus.
Das Julfest ist ein Wendepunkt, ein
Anfang. An diesem Tag feiern wir die Rückkehr von
Licht und Leben, denn ab jetzt werden
die Tage wieder länger. Die Göttin liegt in den
Wehen und bringt das Sonnenbaby zur
Welt. Der Geburtstag des Sonnengottes ist der
Tag des Triumphes des Lichts über die
Dunkelheit. Die meisten vorchristlichen
Mysterienkulte feierten die Geburt des
göttlichen Kindes zur Wintersonnenwende. Somit
lautet der alte Name im
angelsächsischen Raum für diese Nacht "Modraniht"
was Mutter-
Nacht bedeutet. Welche waren alle diese
geheimnisvollen Mütter, vor denen unsere
Ahninnen Ehrfurcht empfanden? Die
großen Göttinnen in aller Welt gebaren wie in einem
einzigen göttlichen Akt eine neue Welt:
Rhiannon gebiert ihren Sohn Pryderi
durch Isis wird Horus
wieder geboren Demeter bekommt
ihre heilige Tochter Persephone
die Erdgöttin schenkt Dionysos das Leben und so weiter...
Auch die Römer haben die
Wintersonnenwende als Tag des unbesiegbaren Sonnengottes
„Sol invictus“
gefeiert. Die Christen haben dies dann beibehalten und haben aus diesem
Fest Weihnachten gemacht, den Tag, an
dem der christliche "Sonnengott", Jesus, geboren
wurde.
Allerdings muss man bedenken, dass die Christen diesen Festtermin übernommen
haben, indem sie die Geburt Jesu willkürlich auf die Zeit der heidnischen Mittwinterfeste
verlegten.
Während der ersten drei Jahrhunderte kannte die christliche Kirche den
Geburtstag
ihres Heilands überhaupt nicht. Im 4.
Jahrhundert gab es eine lange Diskussion über ein
mögliches Datum. Manche waren für den
populären Tag des Koreion, an dem die Göttin in
Alexandria den neuen Aion gebar. Heute heißt dieser Tag Epiphanias und ist in
der
armenisch-christlichen
Kirche noch immer der offizielle Geburtstag von Jesus und wird in
der
griechisch-orthodoxen Kirche feierlicher begangen als Weihnachten.
Licht und Wärme, die nun kommen werden,
feiern wir durch ein Feuer oder durch viel
Kerzenlicht. Der Lichterbaum ist der
immergrüne Weltenbaum, der nun erstrahlt.
Die Figuren und Fetische, die in
späteren Jahrhunderten an diese Bäume gehängt
wurden,
stellten den ganzen Pantheon (Gesamtheit der Gottheiten) am Weltenbaum dar.
Der in Skandinavien übliche Julbock (z.B. aus Stroh) ist ein Symbol der kommenden
Fruchtbarkeit und des Schutzes durch
Thor, dessen heiliges Tier er ist. Weil es das
Familienfest ist, bei dem auch die
Ahnen dabei sind, derer man dabei gedenkt und die in
der
Überlieferung als Wilde Jagd mit Odin durch die Rauhnächte
reiten, gehört Jul zu den
wichtigsten heidnischen Festen. Als
Wende des Jahres ist es sogar das wichtigste Fest,
an
dem alles endet und neu beginnt. Daher werden bei der Julfeier alle Feuer und
Lichter
gelöscht
und neu entzündet. Haus und Hof werden mit Räucherwerk und Feuer gereinigt.
Bräuche wie Weihnachtsbäume, Lieder ,
Kerzen, Mistelzweige, Geschenke,
Stechpalmensträucher, Feiern und
Prozessionen stammen allesamt aus der
vorpatriarchalen
Verehrung der Göttin als Mutter des Göttlichen Kindes, wobei der
Schwerpunkt dabei auf der Mutter und
nicht auf dem Kind liegt.
Mit der Wintersonnenwende beginnen die Rauhnächte, eine besondere Zeit. 13 heilige
Nächte " Weihnächte".
Beginnend mit der Mutternacht vom 24. auf den 25.12. und endend
mit dem 06.01.- der sogenannten
Perchtennacht. Eine besondere Nacht ist die Nacht vom
24. zum 25. 12. Sie ist die
Mutternacht, Nacht der Besinnung auf unsere Ahninnen und
den schützenden Geistwesen.
Die Frauen gingen in riesige Gräber
hinein und warteten auf den ersten Sonnenstrahl.
Durch den Bau der Gräber konnte der
Sonnenstrahl direkt ins Innere gelangen.
Damit hatte symbolisch das Licht die
Dunkelheit beseitigt und das Leben den Tod besiegt.
Am 6. Januar
gab es den uralten Brauch, dass Frauen mit Weihrauch durch die Zimmer
gingen
und das Haus segneten. Mit weißer Kreide schrieben sie über den Türrahmen:
20
K + M + B 04
Es handelt
sich um die Jahreszahl und Anfangsbuchstaben dreier heiliger Menschen.
Dem heutigen katholischen Brauch nach
weisen die drei Buchstaben auf 3 Männer
(die drei Weisen aus dem Morgenland)
hin: Kaspar + Melchior + Balthasar
Noch im Mittelalter
bestand dieser Brauch darin, dass es die Namen von drei
Heilerinnen waren: Katharina + Margarete + Barbara
Verfolgt man
die Entstehung dieses Brauchs in die heidnische Zeit, dann stößt man
auf die große Erdgöttin und die „drei
Bethen“ mit den Namen:
Anbeth
+ Wilbeth + Borbeth (für Erde + Mond + Sonne).
Als Schutzzeichen für das kommende Jahr
wird also für das Haus um den Schutz von
Erde, Sonne und Mond gebeten. Die drei
Frauen waren in drei Farben gekleidet :
weiß
+ rot + schwarz . Die Farben
symbolisieren wiederum die dreifaltige, große Göttin:
die jungfräuliche Weiße + die reife
menstruierende Rote + die schwarze Alte.
In ganz Europa ist
der Glaube an magische Kräfte seit Urzeiten ein fester Bestandteil der Sagen
und Bräuche, die von Generation zu Generation weitererzählt wurden und bis in
die Gegenwart überlebt haben. Das magische Wirken der Ahnengeister,
Bergheiligen, Flussgötter, Elfen und Feen wird darin ebenso lebendig gehalten
wie die Angst vor satanischen Mächten, dunklen Dämonen oder boshaften Kobolden,
die nachts auf unser Schicksal Einfluss nehmen. Vorzugsweise in der »stillen«
Adventzeit bevölkern so manche Spukgestalten die Nächte und haben Geister
Hochsaison. Hätten Sie gewusst, dass das Fest des Jahres, nämlich Weihnachten,
eine merkwürdige Symbiose mit alten Dämonen eingegangen ist?
Schon seit jeher war
der Tag der Wintersonnenwende - der 25. Dezember - ein Feiertag. Der
vorderasiatische Mithras-Kult feierte an diesem Tag die
Geburt des Lichtgottes, der ägyptische Isis-Kult den
Geburtstag des Falkengottes Horus, die Germanen das Mittwinterfest und die Römer fassten alle diese
Gedenkfeiern zum »Tag des unbesiegbaren Sonnengottes« zusammen. Der Vatikan
wollte diese heidnischen Riten entkräften und verlegte das Fest der Geburt
Christi auf den 25. Dezember. Historisch belegt ist das keineswegs, man hat
den Geburtstag auf dem Konzil von Konstantinopel im Jahre 381 n. Chr.
willkürlich festgelegt.
Doch der alte Glaube
war zäh. Erst im 14. Jahrhundert hatte sich das Weihnachtsfest im Alpenraum
durchgesetzt. Der Christbaum, das beliebteste Symbol der Weihnachtszeit, ist in
Österreich erst im 19. Jahrhundert eingeführt worden. Bis
dahin galt das Aufstellen und Schmücken eines Baumes aus katholischer Sicht als
heidnischer Kult. Die Sitte, im Winter einen grünen Baum zu schmücken und damit
die Unsterblichkeit der Natur zu verehren, reicht tatsächlich weit in die
Vorgeschichte zurück. Das gilt für viele Adventbräuche, deren Herkunft kaum
mehr bedacht wird. Etwa das Adventblasen. Es war ursprünglich ein
Lärmzauber zur Geisterabwehr. Ebenso der Adventkranz. Er sollte nach nordischer
Tradition die bösen Geister der Winterzeit abwehren. 1860 wurde der moderne
Adventkranz von Johann Heinrich Wichern erfunden, besser gesagt wiederentdeckt, denn er wurde in ähnlicher Form bereits von
Kelten und Germanen genutzt. Erst nach 1920 ist der evangelische
Weihnachtsschmuck auch im katholischen Österreich heimisch geworden.
Aus grauer Vorzeit
hinübergerettet haben sich ebenso die Rauhnächte, abgeleitet
von »rau«, einer alten Bezeichnung für »wild, haarig, mit Fell bekleidet« und
die Lostage.
Gemeint sind Orakel- und Geisternächte, in denen sich das zukünftige
Schicksal bestimmen soll. Der 30. November (heiliger Andreas) ist so ein Datum.
Was wir in der Nacht zum 1. Advent träumen
wird wahr.
Einige Gedanken zu Ostara:
Im christlichen Kirchenjahr Ist
Ostern das wichtigste Fest, Ausdruck der christlichen Urhoffnung:
Vergebung der Sünden und ewiges
Leben.
Wie
das christliche Weihnachten ist auch Ostern verwoben mit Ritualen und Glauben
unserer
germanischen Vorfahren.
Ob der Name tatsächlich auf eine germanische Göttin Ostara
zurückgeht, ist umstritten. Etymologische Untersuchungen ergaben aber,
dass es sich bei Ostara um eine Gottheit des strahlenden Morgens, des
aufsteigenden, Heil bringenden Lichts
gehandelt haben könnte, deren Bedeutung auf das Auferstehungsfest des
christlichen Gottes übertragen wurde. Ostara wird oft in Verbindung gebracht
mit anderen germanischen Göttinnen. Ihr werden Attribute der Freya oder der
Frigg zugeordnet, die beide Liebe und Fruchtbarkeit versinnbildlichten.
An Ostern brennen überall Osterfeuer, mitunter rollen
sogar flammende Osterräder die Hügel hinunter. Beides hat seinen Ursprung in
den heidnischen Traditionen der Altvorderen. Die Germanen feierten so den
Einzug des Frühlings, das Wiedererwachen des Lebens, das Ende der kalten
Jahreszeit. Böse Geister sollten vertrieben und Erntesegen herbeigewünscht
werden.
Ohne
Hasen und Eier ist unser Osterfest nicht denkbar. Wieder findet sich der
Ursprung in der Symbolwelt unserer Vorfahren.
Der
Hase ist seit alters her Bild für Fruchtbarkeit, das Ei steht für neues Leben.
Ostern ist das Fest der Hoffnung. Für die alten Germanen
erfüllte sich die Hoffnung auf die Wiederkehr von Licht und Leben, für die
Christen die Auferstehung des Heilands. An Ostern, wenn das Jahr noch Jung ist
und nach und nach alles wieder in Blüte steht, wächst
auch die Zuversicht auf eine bessere Zukunft.
Weitere Einzelheiten zur
großen Göttin und ihrem Begleiter,
![]()
oder zur Auswahlseite
vorchristlicher, „heidnischen“ Kultplätze.