Lag die Wiege unserer Kultur im Eisland?

 

Dass unsere Kultur viel älter ist und die germanischen Stämme nahezu überall auf der Welt gelebt haben, weite Reisen unternahmen und überall dort eindeutige Spuren ihrer Existenz hinterlassen haben, wissen wir nicht erst seit den „Oera-Linda-Handschriften“, den Spuren der Wikinger in Nord- und Südamerika oder dem Studium des Ur-Christentums um Jesus als arischer Heiland.

 

Doch neu dürfte aber für viele Interessierte an diesem Thema sein, dass unsere Kultur auch im Hohen Norden, im Eisland - also während der Eiszeit, vertreten war oder vielleicht sogar dort ihren Ursprung hatte. Die Wikingererzählungen von der sagenhaften Insel Hyperborea gewinnen damit erneute Realität.

 

 

 

Die Bock-SAGA

Nach den Erzählungen von Ior Bock.

 

Ior Bock, auch Bror Holger Svedlin, ist am 17. Januar 1942 geboren und am 23. Oktober 2010 verstorben. Er war ein schwedisch-sprechender, finnischer Reiseführer und Schauspieler. Er gilt offiziell auch als Mythenerfinder.

 

Wie von ihm berichtet, wurde die Bock-SAGA in Finnland in mündlicher Tradition innerhalb der Bock-Familie von Generation zu Generation überliefert. Bis auf den heutigen Tag ist sie nicht vollständig schriftlich fixiert worden und das Recht, sie überhaupt erstmalig der Öffentlichkeit zu präsentieren, hatte Ior Bock, der letzte Nachkomme dieser Familie, erst 1984.

 

Lange bevor die großen Religionen auftauchten, gab es eine planetarische Zivilisation, die sich Heidentum nannte. Die Überlieferung der SAGA stammt aus jener Zeit, die wesentlich länger zurückliegt, als wir uns aufgrund unseres heutigen Weltbilds vorzustellen vermögen. Die Menschen lebten in dieser Zeit, die von ihnen PARADIES genannt wurde, in Einklang mit den Naturgesetzen und -kräften. Damals stand die Erdachse senkrecht in Bezug zur Sonne, wodurch es am Nordpol ein Land mit einem Durchmesser von 250 km gab, in dem die Sonne nie unterging, sondern einen goldenen Ring am Horizont beschrieb. Dieses Land hieß das Ringland UUDENMAA, das Sonnenland, und ist heute eine Provinz im Süden Finnlands. Das Zentrum von UUDENMAA war eine auf sieben Hügeln und sieben Inseln gebaute Stadt. Sie war die Wiege der Menschheit und hieß HEL. Die Erde war aufgeteilt in Ringländer, die alle ein Zentrum hatten, das in Verbindung mit HEL stand. In UUDENMAA lebte das Volk der ASER, in den Ringländern außerhalb die VANER, die von den ASERN abstammten. (Vergleiche mit der Edda – Asen und Vanen.)

 

An der Spitze einer pyramidenförmigen Stammes- und Familienstruktur stand die Bock-Familie, bestehend aus PER, dem Allvater, und ELLA, der Erdmutter und Bock und SVAN, die mindestens 12 Söhne und 7 Töchter zeugten. Der erste Sohn hieß RA, die erste Tochter MAYA. Sie waren mit 27 König und Königin der Familie, zeugten selbst aber keine Kinder, ebenso wenig wie die folgenden zehn Brüder und sechs Schwestern. Im Alter von 27 Jahren übernahm der zwölfte Sohn die Position seines Vaters und wurde der neue Bock, der wiederum mit einer neuen SVAN, die unter den VANERN gewählt wurde, 12 Söhne und 7 Töchter in die Welt setzte. Der Bock schuf zusammen mit den DISAS (den Stammmüttern) die zweite Klasse, die sich von HEL am Nordpol aus über den ganzen Planeten verbreitete.

 

Zum Zeichen der Huldigung und Wertschätzung des BockS, des Lemminkäinens, wie er auch heißt, wurde 30km östlich von HEL ein Tempel in die Erde gebaut. Der obere Teil dieses Tempels diente zeremoniellen Zwecken, der größere darunter liegende Bereich ist ein Lager, angefüllt mit Artefakten der heidnischen Kultur. Er wurde immer weiter ausgebaut, bis zum Beginn der Eiszeit, die vor durch das Kippen der Erdachse ausgelöst wurde.

 

Nach dieser Katastrophe, der sogenannten 1. RAGNARÖK, waren ca. 50 % der nördlichen und südlichen Halbkugel mit Eis bedeckt, und Leben war nur noch in der Äquatorregion möglich. In Europa erstreckte sich das Eis bis zu den Alpen und Pyrenäen.

 

Durch den warmen Golfstrom aber, der unter der Meereseisdecke bis in den Finnischen Meerbusen gelangte, blieb die Region UUDENMAA eisfrei. Dadurch konnten die ASER in diesem Gebiet zwar weiterhin existieren, waren aber jetzt von den VANERN in der Äquatorregion südlich der Eisgrenze getrennt. Diese Epoche wird ALT-LAND-IS (All the land is ice) genannt und markiert den Anfang der arktischen Kultur der ASER. Das daraus der Mythos um Atlantis entstand, muss nicht erläutert werden.

 

Die VANER, die als zehn verschiedene Rassen in der Äquatorregion die Katastrophe überlebten, entwickelten sich mit 10 verschiedenen Ursprungsmythen und 10 verschiedenen Sprachen, die alle auf der VAN-Sprache basierten. Die Könige der 10 Rassen waren Allväter in ihren Reichen, ähnlich wie PER Bock in HEL.

 

Altlandis / Atlantis wurde in der zweiten Ragnarök vor 10.008 Jahren zerstört, als sich durch veränderte klimatische Verhältnisse die Eismassen von Skandinavien gen Süden bewegten. Die hellhäutigen ASER retteten sich selbst, das Wissen um die vergangenen Evolutionsabschnitte und die Errungenschaften der arktischen Kultur, wie Ackerbau, Tierzucht, neue Pflanzen- und Tierarten, und setzten mit Booten nach Gotland über.

 

Dort lebten sie tausend Jahre und warteten, bis UUDENMAA wieder bewohnbar war.

Vor 9008 Jahren siedelte sich die Bock-Familie erneut in Finnland an, um HEL wiederaufzubauen, mit dem System von ASERN in UUDENMAA und VANERn in den Ringländern außerhalb UUDENMAAs. In der Zeit von Altlandis entstand ein Plan, der vorsah, die Menschheit nach der Eiszeit wieder zu einer großen globalen Familie zusammenzufügen. Zu diesem Zweck wurden in jeder Generation 10 Söhne von Bock und SVAN zu den 10 Königen der verschiedenen Rassen gesandt, um ein neues Informationssystem aufzubauen. In der konkreten Ausführung des Plans gingen jedoch einige der mehr als 12 Söhne und 7 Töchter der Bock-Familie ihren eigenen Weg.


Der erste Bruch ereignete sich bereits vor 9008 Jahren, als DAN und SVEN mit ihrer Gefolgschaft in das heutige Dänemark und Schweden übersiedelten und zwei neue Königshäuser gründeten (später Wikinger genannt). Der Zweig von SVEN bevölkerte Schweden, Norwegen, Island und den Norden Englands, der Zweig von DAN breitete sich in Richtung Mitteleuropa bis zu den Alpen und Pyrenäen und im Süden Englands aus. Die alten ASER dagegen bevölkerten Finnland und Russland.
Dieser erste Bruch setzte eine Kettenreaktion von Ereignissen in Gang, die in letzter Konsequenz zur endgültigen Zerstörung des ASER-Systems und HELs im Jahre 1050 n.Chr. führte. Ähnliche Situationen entstanden, als Gesandte von HEL aufgrund ihres Wissens einen Absolutheitsanspruch erhoben, sich zu Gottkönigen ausriefen und somit die alten Gesellschaftsordnungen, die auf Naturprinzipien beruhten, zerstörten.

 

So beispielsweise vor 5000 Jahren in Ägypten mit Fa-Ra-ODEN (Pharao), vor 3800 Jahren in Indien mit KRISHNA, vor 3300 Jahren in Palästina mit MURSE (Moses), vor 2000 Jahren mit Jesus und vor 1400 Jahren mit MOHAMED. Die daraus resultierenden Religionen breiteten sich aus wie ein Lauffeuer, die Quellen des ursprünglichen Wissens versiegten.

 

Während der Christianisierung Europas im 11. Jahrhundert schickte Papst Leo IX. eine Armee, die er aus dem mitteleuropäischen Raum rekrutierte, nach Finnland und ließ ab dem 24.7.1050 HEL und Uudenmaa endgültig zerstören. Bis zu diesem Zeitpunkt war dort das alte ASER-System noch intakt. Die Bock-Familie, wohl wissend um die sogenannte 3. Ragnarök, hatte den Tempel lange zuvor im Jahre 987 versiegelt und flüchtete in den Norden Finnlands nach KORVATUNTURI , wo sie 200 Jahre lebte. 1250 kehrte die Familie zurück nach UUDENMAA und spaltete sich in zwei Äste: BOXSTRÖM und RASTRÖM.


Seit dieser Zeit wird die SAGA innerhalb dieser beiden Familien als Geheimnis weitergegeben. Im 19. Jahrhundert wurden die beiden Zweige der Familie unter dem Namen Boxström wiedervereinigt.

 

Nach den mündlichen Überlieferungen innerhalb der Familie sollte jener Bock, welcher 10.000 Jahre nach dem Ende der Eiszeit, nach Rechnung der Familie also 1984, lebt, das Recht haben, diese Geschichte an die Öffentlichkeit zu bringen. Und so kam es zur Veröffentlichung durch Ior Bock.

 

Der Tempel der Menschheit, der LEMMINKÄINEN-Tempel, sollte für 1000 Jahre verschlossen bleiben. Der Bock, der nach 1000 Jahren lebt, sollte das Recht haben, ihn wieder zu öffnen. Seit dem Jahre 1987 ist man deshalb damit beschäftigt, seinen Eingang wieder freizulegen. Der Tempel befindet sich 30km östlich von Helsinki, in einer kleinen Siedlung namens Akanpesä im Kreis Sibbo,

 

Finnland ist eine der wenigen Regionen auf der Erde, deren geophysikalische Beschaffenheit die Errichtung eines solchen Bauwerks überhaupt zulässt. Die baltische Platte um den finnischen Golf besteht aus massivem Granit; es gibt hier weder Vulkanausbrüche noch Erdbeben. Ca. 200m vom Meer entfernt, auf einem Hügel namens Kypelivuori, liegt am Fuße eines Monolithen zwischen zwei Felsen der Eingang des Tempels. Dort beginnt ein ca. 40 m langer Raum. Der SAGA zufolge mündet dieser Raum in drei Korridoren, der mittlere führt schräg nach oben zu einem kugelförmigen Dom, dem eigentlichen Tempel, der zeremoniellen Zwecken diente. Die beiden anderen Korridore stehen in Zusammenhang mit einem Belüftungssystem. Von Dom führt ein Weg spiralförmig in die Erde. Dadurch erhält der Tempel die Form eines Kegels. Von dem Weg zweigen sich Säle und Kammern ab, die an der Außenseite des Tempels liegen und mit Artefakten aus der heidnischen Zeit gefüllt sind. Der Tempel ist ein Archiv der Menschheitsgeschichte bis zum Jahr 987.

 

Die Ausgrabungsarbeiten verliefen bis jetzt unter größten Schwierigkeiten, da von Seiten der finnischen Behörden und der Museumswerke keinerlei Unterstützung oder finanzielle Hilfe bereitsteht. Bislang wurden die Arbeiten ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert und mussten in 2011 erst einmal eingestellt werden. Auch die Internetzseite www.bocksaga.de, die Ausgrabungen und SAGA sehr ausführlich dokumentierte, ist seit 2011 nicht mehr zugänglich. Doch es existieren inzwischen andere Seiten, auch bei YT, die sich des Themas annehmen.

 

Egal ob man den mündlichen Überlieferungen von Ior Bock nun folgen oder seine Ausführungen eher als Fantasie abtun will, die Geschichte der nordischen, germanischen Kultur bleibt facettenreich und spannend!

 

 

Hermann Rudolph – Terra-Kurier / 15. März 2017

www.terraner.de/Bock-Saga.htm