Deutsch ohne Anglizismen - Begriffserklärungen zum Verständnis und zur Reinhaltung der Deutschen Sprache.

 

Jeder von uns unterliegt oft dem Zwang sich in der modernen Welt verständlich auszudrücken und es werden Begriffe übernommen, die wir eigentlich nicht verwenden wollen. Vielleicht auch weil uns genau in dem Moment keine bessere Bezeichnung einfällt. Die meisten Menschen bemerken Anglizismen nicht einmal mehr, da es in den Medienberichten häufig davon nur so wimmelt.

 

Aber Intelligenz und Verstand zeigen sich auch im klaren Wort und „Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache.“ (Felix Dahn / 1834-1912) Dies ist ein Satz, den wir uns heute wieder unbedingt zu Herzen nehmen sollten.

 

Die ersten, die sich mit der Reinhaltung der Deutschen Sprache beschäftigt haben, waren – und dies ist kein Märchen – die Gebrüder Jacob (4.1.1785-20.9.1863) und Wilhelm (24.2.1786-16.12.1859) Grimm. Neben ihren bekannten Sagen- und Märchenbüchern arbeiteten sie auch an einem Deutschen Wörterbuch, das in mehreren Teilen aber erst ab 1855 veröffentlicht wurde. Fertiggestellt wurde dieses umfangreiche Werk dann von anderen nach dem Tode der Brüder. Das Deckblatt der Erstausgabe zeigt einen Engel der ein Schild mit der Aufschrift „im Anfang war das Wort“ hält. Worte die auch bei Goethes „Faust“ verwendet werden, was vermuten lässt, dass auch Goethe (28.8.1749-22.3.1832) zum Wörterbuch beratend tätig war. (Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: http://dwb.uni-trier.de/  -  http://woerterbuchnetz.de/DWB/ )

 

Konrad Duden (3.1.1829-1.8.1911), Direktor des königlichen Gymnasiums zu Hersfeld, arbeitete ebenfalls an einem Wörterbuch, das allerdings erst später veröffentlicht und als Orthographisches Wörterbuch benannt wurde. Der heute weltbekannte „Duden“, erschien erstmals 1880 und war nach den preußischen und bayerischen Regeln verfasst. Er kostete damals 1 Mark!

 

Für manche Leute ist in diesem Land die englische Sprache heute wichtiger geworden als die eigene, angestammte Muttersprache DEUTSCH. Somit haben diese Leute offenbar Probleme bestimmte Dinge richtig zu verstehen und zu bezeichnen. Viele meinen durch diese Vorgehensweise ihr Verständnis eines globalen Spielers (im Neusprech: Globalplayer) zum Ausdruck bringen zu müssen. So kommen dann Wortprägungen zustande, die von wieder (leider sehr vielen) anderen, nicht selbst denkenden Menschen einfach übernommen werden - wie bei spielenden Kindern (Globalplayers?). Fragen Sie mal in London oder New York, (dort natürlich in englischer Sprache) ob Ihnen jemand sein „Handy“ borgen kann. Niemand wird Sie verstehen, weil es das Wort „Handy“ im Englischen einfach nicht gibt. Das hierzulande mit diesem, nur englisch klingenden Begriff bezeichnete Gerät, heißt eigentlich Mobilfunktelefon und wird in England und auch in den USA nur - „mobile phone“ oder seltener „celluar phone“ genannt. Erklärungsnot erhalten diese Leute besonders dann, wenn sie den Unterschied zwischen ihrem „Handy“ und einem schnurlosen Festnetztelefon in englischer Sprache erklären sollen – beide Geräte sind schnurlos und beide werden in der Hand gehalten. Na und nun? – Nichts mit Handy! Allenfalls kann man das Gerät noch als Handfon bezeichnen, wenn man unbedingt die Hand dabei erwähnen will und man sendet keine SMS sondern eine KM (Kurzmitteilung).

 

Neusprech“ bezeichnet im Allgemeinen die vom System gewünschte, fast vorgeschriebene, künstlich veränderte, globalisierte Sprache. Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation des Volkes in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Durch die neue Sprache bzw. Sprachregelung soll die Bevölkerung am Ende so manipuliert werden, dass sie nicht einmal an Aufstand denken kann, weil ihr die Wörter dazu fehlen.

 

Aber weiter mit Anglizismen: Der schön anzusehende „Oldtimer“, also ein klassisches Automobil, heißt bei den Angelsachsen „vintage car“. Ein Oldtimer ist dort ein Ewiggestriger. Und dass sie für den Digitalprojektor, den die Anglizismen-Deutschen gern als „Beamer“ bezeichnen, einfach „video projector“ oder „digital Projector“ sagen, weiß kaum jemand. Das Wort „Beamer“ ist in der englischen Sprache unbekannt. „The beam“, für Strahl oder auch Balken, erhält dort niemals eine er-Endung. Allerdings wird im US-Slang „Beamer“ umgangssprachlich für ein BMW-Fahrzeug verwendet, wenn Be Em Dubbelju zu lang erscheint. Auch eine „Body Bag“ ist keine Umhängetasche, wie gern behauptet wird, sondern ein Sack, in dem gefallene US-amerikanische Soldaten nach Hause transportiert werden. Das bei Fußballfreunden so beliebte „Public Viewing“ steht in den USA für eine öffentliche Leichenschau. Auch ein „Basecap“ ist nicht das was einige Anglizismen-Deutschen glauben. „Cap with peak“ ist die korrekte englische Bezeichnung für die Schirmmütze.

 

Das sind nur einige Beispiele (weitere werden folgen) dafür, wie schnell Begriffe allgemein übernommen werden ohne über deren eigentlichen Sinn und deren wahrer Bedeutung nachzudenken. Sogenannte Anglizismen und erst recht keine neuen englisch klingenden Wortschöpfungen, haben in unserer und in keiner Sprache etwas zu suchen. Sie fördern nur das Unverständnis der eigenen, Deutschen Sprache, die bei richtigem Verständnis viel wortreicher ist, als die meisten anderen Sprachen der Welt. Vielleicht sollten einige bundesdeutsche Staatsbürger lieber mal wieder ihre bereits vorhandene Sprache pflegen und lernen, als mit Ausdrücken um sich zu werfen, von denen sie noch nicht einmal wissen, woher diese überhaupt kommen und ob es diese Worte überhaupt gibt.

 

Vor diesem Hintergrund sind für mich bestimmte öffentliche Äußerungen einzelner Politiker nicht nachvollziehbar und belegen nur die Richtigkeit der hier gerade vorgetragenen These:

 

Was soll beispielsweise der Streit um Bezeichnungen wie Gastarbeiter oder Fremdarbeiter?

Was ein Arbeiter ist, ist hoffentlich allen (auch Politikern) klar. Aber die Bezeichnungen Fremd- und / oder Gastarbeiter führen in diesem Land seit einiger Zeit (oder eigentlich schon länger) zu Irritationen und Verwechslungen. Dabei unterscheidet die Deutsche Sprache diese Begriffe genau.

 

Ein Gast ist jemand, der kommt zu Besuch. Man unterhält sich mit ihm, man sitzt mit ihm zusammen, man scherzt zusammen, man isst zusammen und unternimmt die unterschiedlichsten Dinge. Aber am Ende geht dieser Gast wieder nach Hause. - So sollte das auch mit Gastarbeitern sein. Ein Gastarbeiter ist also jemand, der eine gewisse Zeit hier arbeitet und dann wieder nach Hause geht.

Danach ist ein Fremdarbeiter also jemand, der dauerhaft oder zumindest für längere Zeit da bleibt um zu arbeiten.

Beide Begriffe sagen nichts darüber aus, dass einem der beiden Arbeiter mehr Sympathie und Freundschaft entgegengebracht wird, als dem anderen Arbeiter.

 

So einfach kann Deutsche Sprache sein, wenn sie vergangenheitsneutral und frei von jeder parteiideologischen, Auslegung verwendet wird. Aber die „Professionellen Vergangenheitsbewältiger“ in unserem Land haben es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht, Probleme herbeizureden, die eigentlich gar nicht da sind. Das lenkt ja auch prima von den wahren Problemaufgaben ab, die tatsächlich gelöst werden müssten, um das Land wieder voran zu bringen.

 

 

Anerzogene, eingeimpfte Blockaden behindern manchmal das Denken.

Verwendet man in Gesprächen die Begriffe „Ausländer“ (statt neuerdings „Immigranten“ oder „Migranten“), oder gar das Wort „Volksgemeinschaft“, wird man von vielen Leuten sofort als ausländerfeindlicher „Rechter“ oder gar als „Nazi“ eingestuft.

 

Die Meinungszensoren in den Parteien und den Lügenmedien haben es geschafft, vielen Menschen Denkblockaden einzuimpfen, wenn solche Begriffe fallen.

In Wahrheit sind gerade wir volks- und nationalbewusste Menschen nicht „ausländerfeindlich“, weil wir die Kultur und das Volkstum aller Völker achten und die Dinge erhalten möchten, die unter dem Begriff „Multikulti“ heute nur überall zerstört werden. Nämlich die Eigenständigkeit gesunder und nach ihrer Art lebender Völker, die in ihrer durch die eigene, individuelle Vergangenheit geprägten Volksgemeinschaft nach ihrem eigenen Glauben und ihren eigenen Regeln bestehen.

 

Runzelt jemand die Stirn, wenn Sie diesen Begriff benutzen, verweisen Sie als selbstständig denkender Mensch ausnahmsweise einmal auch auf den von vielen geehrten polnischen, inzwischen ja verstorbenen Papst Johannes Paul II. Der erkannte in seiner Enzyklika Laborem exercens vom 4. September 1981: „Die Volksgemeinschaft ist nicht nur die große, wenn auch indirekte „Erzieherin“ jedes Menschen, sondern auch eine große historische und soziale Inkarnation der Arbeit aller Generationen. All das bewirkt, daß der Mensch seine tiefste menschliche Identität mit der Zugehörigkeit zu einer Nation verbindet.“

Lassen Sie sich also nicht länger einschüchtern!  -  Werben wir weiterhin für eine Volksgemeinschaft!

 

 

Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Begriff „rechts“ bzw. „links“, aber auch hier unterscheidet die Deutsche Sprache sehr genau und deutlich.

Es folgt eine kleine Begriffsbestimmung mit welchen Eigenschaften die beiden unterschiedlichen Seiten im allgemeinen Sprachgebrauch assoziiert werden:

 

Links: linkisch, gelingt, link, „ein linkes Ding“, „linker“ Marxismus, „linker“ Kommunismus,

 

Rechts: richtig, gerecht, rechtschaffend, rechtlich, aufrecht, berechtigt, rechtzeitig, rechtmäßig, Recht und Gesetz, Rechtsstaat,

 

Grundsätzlich sollte eine politische Unterscheidung zwischen so genannten Linken und Rechten unterbleiben, denn diese Unterscheidung wurde von den Feinden einer wahren, die Volksgemeinschaft fördernden Demokratie erfunden, in der Absicht, die Menschen im Inneren zu spalten, um sie damit besser zu beherrschen. Echte Demokratie kommt ohne Parteien aus.

Aber aus rein sprachlicher Betrachtung ergeben sich nun einmal diese hier genannten Unterschiede.

 

Auch die christliche Bibel macht hier klare Unterscheidungen: Beim Jüngsten Gericht der Offenbarung befinden sich die Verdammten auf

der linken Seite                 und die Gerechten auf                der rechten Seite.

 

Wie man das nun politisch ins rechte Bild rückt ist deutlich, muss aber jeder für sich selbst entscheiden!

 

Genauso ist es auch mit der Berufsbezeichnung Bundeskanzler.

Seit der ersten Wahl von Frau Dr. Merkel durch den Bundestag fragen sich manche Leute ernsthaft ob Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin richtig sei?

Nach der Deutschen Sprache wird durch die Bezeichnung Bundeskanzlerin Merkel keine Anredeform gewählt. Es ist also unhöflich. Schreibt man aber Frau Bundeskanzlerin Merkel (oder später vielleicht mal einen anderen Namen statt Merkel) hat man zwei weibliche Merkmale verwendet. Auch diese Form ist eigentlich nicht richtig. Also bleibt nur Frau Bundeskanzler.

Das deckt sich übrigens auch mit dem von bundesdeutschen Politikern so geliebten Grundgesetz - dort wird nur vom Bundeskanzler gesprochen.

 

Im Übrigen wird dieses heranhängen von "in" oder Mehrzahl "innen" (ganz Verrückte schreiben ja auch .../ Innen) erst seit einigen Jahren und auch nur im deutschsprachigen Raum verwendet. Andere kennen in ihrer Sprache keine ähnliche Form der doppelten Weiblichkeitsdarstellung.

 

Dabei ist die sinnvolle Zusammensetzung von Wörtern gerade im Deutschen nahezu grenzenlos. Es gibt mindestens 40 Vorsilben, die man fast mit jedem beliebigen Verb verbinden kann, so dass sich feinste Bedeutungsschattierungen ergeben. Dazu drei Beispiele: Nehmen - entnehmen, wegnehmen, abnehmen, herausnehmen, ausnehmen; kommen - herkommen, hinkommen, nachkommen, herabkommen, herunterkommen; gehen - vergehen, zergehen, ergehen, weggehen usw.

 

Neben richtiger Schreib- und Ausdrucksweise gilt es aber die so genannten Anglizismen unbedingt abzuschaffen.

Versuchen Sie doch einfach mal in ihrem Umfeld die englischen Begriffe durch deutsche Worte zu ersetzen, denn für jedes englische Wort gibt es mindestens auch ein Deutsches. Auch wenn es anfangs sicherlich schwer ist, werden sie bemerken, dass sie schon nach kurzer Zeit eine gewisse Routine entwickeln, die Ihnen zur Deutschen Sprache und damit einer allgemein (auch im Ausland) verständlichen Ausdrucksform für alle Bevölkerungsgruppen verhilft. Niemand erlernt eine fremde Sprache vollständig. Nur mit Worten der eigenen „Muttersprache" findet man für jede Situation entsprechend unmissverständliche Umschreibungen in allen notwendigen Nuancen. Erst wenn man im Ausland damit auf Probleme stößt und keine berufsmäßigen Dolmetscher greifbar sind, kann man sich immer noch in der jeweiligen Landessprache oder in Englisch versuchen. Für den deutschsprachigen Raum, sollte immer auch Deutsch als erste Sprache Verwendung finden. Wer mit der eigenen Sprache kreativ umgeht und Anglizismen so spielerisch durch neue, kurze Begriffe ersetzt, wird vielleicht auch neue Deutsche Worte prägen, die sich unter Umständen dann auch bald durchsetzen.

 

Sagen Sie z. B. nicht attachment sondern Beilage oder Anlage (je nach Verwendung); oder lieber herunterladen oder laden anstatt downloaden. Nahezu gruselig ist die Sprachverdrehung wenn man deutsch und englisch mischt und sich dabei noch besonders modern und sprachgewandt vorkommt - so z. B. "die Datei wurde downgeloaded". Besser und richtig ist hier „die Datei wurde heruntergeladen". Denn die Beugung mit „ge" gibt es nun mal nur im Deutschen. Zu vermeiden sind allerdings in bestimmten Fällen wörtliche Übersetzungen. So ist beispielsweise die Homepage etwas anderes als eine Heimatseite. Aus Homepage könnte man Leitseite machen und kommt so zur eigentlichen Bedeutung, während eine Heimatseite nur eine Seite über die Heimat, also über unser Deutschland, sein kann.

 

Oder kennen Sie die Millionenshow, die eigentlich eine Millionenschau ist, geleitet von einem Showmaster, der ein Moderator ist. Wird die Schau von der Klassenlotterie gepowered - oder von der Klassenlotterie unterstützt?

 

Auch einige Werbefachleute wollen seit einiger Zeit besonders schlau sein und vermarkten deutsche Produkte im Ausland unter einem englischen Namen. Kein französischer oder englischer Hersteller würde derartiges umsetzen und unter einem wie auch immer schlecht übersetzen oder völlig anderen Namen seine Produkte anbieten.

 

Wir alle kennen die Redewendung „das macht Sinn". Auch hier liegt ein falsch eingedeutschter Anglizismus zu Grunde. Aus „It makes sense" im Original wurde bei der ursprünglichen Wort zu Wort-Übersetzung vergessen, dass es im Deutschen „das ist sinnvoll" oder „das ist sinnlos" heißt, denn Sinn wird nicht „gemacht". So werden viele Worte mit falschem Wortsinn unüberlegt übernommen. Wie z. B. Agenda, wenn man Tagesordnung meint und vergisst, dass Agenda eigentlich ein Merkbuch ist. Schlechten Sprachgebrauch dokumentiert man auch, wenn man Administration für Regierung verwendet. So ist die US-Administration in den USA zwar die US-Regierung, aber Administration im Deutschen bedeutet Verwaltung und ist damit etwas anderes als eine Regierung.

 

Wehren wir uns gegen Blüten wie dieser bei einer Fernseh-Sportberichterstattung im Winter: „Unsere Down Hill Ladies haben heute einen special Speed.“

Nur noch die Verbindungsworte in Deutsch – jetzt wird’s wirklich grauenvoll.

 

Werden Sie sich der Anglizismen bewusst und übernehmen Sie diese nicht mehr kritiklos und unüberlegt. Noch ist Deutsch unsere offizielle „Amtssprache“. Also: Unterhaltung nicht entertainment; Einkauf statt shopping; Kurzmeldung statt news, Kinder nicht Kids; die Reihe ließe sich noch beliebig fortsetzen.

 

Das moderne, tägliche Leben ist ohne den Einsatz moderner Technik fast schon nicht mehr zu „meistern“ und hat somit schon seit einiger Zeit auch einen direkten Bezug zum Internetz und somit auch zu elektronischen Rechnern. Ich möchte deshalb auch einige Begriffe für den Bereich IT (Informationstechnologie) oder der EDV (elektronische Datenverarbeitung), die übrigens von Konrad Zuse bereits 1947 in Deutschland erfunden wurde, nachstehend vorstellen, die den Umstieg zum zurück auf Deutsch, etwas erleichtern:

 

Nicht …:

sondern …:

backslash

umgekehrter Schrägstrich

backup

Sicherungskopie

booten

neu starten oder hochfahren

cache

Zwischenspeicher

computer

Rechner

cursor

Zeiger, Schreibmarker

directory

Verzeichnis, Ordner

display

Bildschirm

downloaden oder „downgeloaded

herunterladen, heruntergeladen

framework

Rahmen

harddisk

Festplatte

Hardware

Rechnerbauteile

homepage

Leitseite, Startseite,

icon

Symbol, Zeichen,

internet

Internetz (internationales Netz), Weltnetz

keyboard

Tastatur

LCD (für liquid crystal display)

FKA (für Flüssigkristallanzeige)

link

Verknüpfung

manual

Handbuch, Anleitung

network

Netzwerk

operating system

Betriebssystem

pass-word

Passwort, Kennwort

plotter

Grossbilddrucker

printer

Drucker

provider

Anbieter, Versorger,

scannen

einlesen

scanner

Datenleser

software

Programme

toner

Druckerpulver, Druckerfarbe,

USB-stick

Datenstift, USB-Datenspeicher

user

Anwender, Nutzer

user-id

Benutzerkennung

utility

Hilfsprogramm

e-mail

e-Post, e-Brief,

Bord-Computer

FIS (Fahrzeug-/Fahrer Informationssystem)

 

usw. usf. - Nur Mut, es geht, man muss nur erst einmal damit beginnen. Viel Erfolg!

 

Begegnen Sie Menschen, die z. B. das Wort Rechner für Computer als „Verhunzung der Begriffsdarstellung“ ansehen mit der Darstellung der historischen Entwicklung von Rechneranlagen.

Der Erfinder des Rechners (Computers) war ein Deutscher, nämlich Konrad Zuse. Die Z3 von 1941 war der erste funktionstüchtige Digitalrechner. Zuse hatte die elektronische Rechenanlage bereits1933 erfunden. Die Grundbausteine von 1933 sind bis heute die gleichen geblieben: Zentraleinheit und Rechenwerk, Hauptspeicher, Massendatenspeicher, Ein- und Ausgabegeräte und Peripherie. Außerdem hat Zuse 1942 bis 1946 auch die erste höhere Programmiersprache der Welt namens „Plankalkül“ erfunden. Zuse selbst nannte den Rechner selbstverständlich „Rechner“. Dies ist also in Wirklichkeit die ursprüngliche Bezeichnung, nicht etwa ein späterer krampfhafter Eindeutschungsversuch.

 

„Computer“ (lateinisch „computator“) heißt auf Deutsch auch nichts anderes als „Rechner“. Das Wort „Rechner“ greift nicht etwa zu kurz, denn alles, was der Computer ausspuckt, ist das Ergebnis einer Rechenleistung. Das Wort „Computer“ hat im Deutschen den Nachteil, dass es anders geschrieben als gesprochen wird. Das Wort „Rechner“ gibt dem deutschen Muttersprachler nicht nur eine wichtige Auskunft darüber, was das Gerät tut – so glauben manche tatsächlich, dass der Rechner nicht rechnet, wenn man mit ihm zum Beispiel Texte verarbeitet -, sondern erlaubt auch die sinnvolle geistige Erschließung einer ganzen Wortfamilie. Dies erleichtert Außenstehenden - besonders Kindern und Älteren - das Verständnis für die Technik: Großrechner (statt Mainframe Computer), Arbeitsplatzrechner (statt Personal Computer), Klapprechner (statt Laptop oder Notebook), Leichtrechner (statt Netbook oder Tablet-PC), Rechnerverbund (statt Computer-Cluster). Der Laie wird nicht durch eine Mauer von Fachausdrücken ferngehalten. Mit der englischsprachigen Bezeichnung dieses Alltagsgegenstands brennt sich in unser Unterbewusstsein ein, dass der technische Fortschritt aus Amerika kommt. Der massenhafte Gebrauch entbehrlicher Anglizismen führt jedoch zu einem Unterlegenheits - und Minderwertigkeitsgefühl, das schädlich ist für die Weiterentwicklung der eigenen Deutsche Sprache und Kultur. Dem ist entgegenzusteuern!

 

 

Auch außerhalb der elektronischen Rechnerwelt lassen sich für alles Erdenkliche deutsche Begriffe verwenden, ohne diese mit Englisch vermischen zu müssen. So ist ein „Job“ immer noch eine Arbeitsstelle oder ein Arbeitsplatz, oder auch einfach nur ein ausgeübter Beruf. Es heißt nicht „Team“, sondern Mannschaft oder Arbeitsgruppe, nicht „Ticket“, sondern Fahrkarte, Flugkarte, Eintrittskarte (alle drei Begriffe sind viel präziser und unmissverständlich) oder einfach nur Karte. Jemand leistet keinen „Service“, sondern übt eine Dienstleistung aus oder eben einen Dienst. Was ist schon ein „Airport“ gegen einen Flughafen und ein „Bodyguard“ gegen einen Leibwächter.

 

Englische Synonyme sind selten treffend, oft unverständlich und manchmal auch lächerlich. Trotzdem tauchen sie in vielen Texten regelmäßig auf. Ein Verzicht auf diese ärgerlichen Ersatzwörter ist durchaus fast immer angebracht. Wann also sind Anglizismen angebracht? Erstens wenn sie eine Bereicherung des Deutschen darstellen. Das ist dann der Fall, wenn sie eine Wortlücke schließen, falls es also tatsächlich keine Deutsche Entsprechung mit eben dieser Bedeutung geben sollte. Beispiele hierfür sind: Jeans (klingt einfach besser als Niethose), Design, Trend, Couch, Pullover, fair. Zweitens sind Anglizismen dort vertretbar, wo sie im allgemeinen Sprachgebrauch seit langem gleichberechtigt mit deutschen Entsprechungen verwendet werden: Blazer für sportliches Jackett, Lift für Fahrstuhl.

 

Absolut Überflüssig sind Anglizismen aber, wenn sie ein gebräuchliches und verständliches Deutsches Wort verdrängen sollen. Der Verein für Deutsche Sprache geht hier von einer 80-Prozent-Quote aus, acht von zehn Anglizismen sind danach also entbehrlich. Fluggesellschaft und Billigflieger sind doch wohl deutlicher als Airline und Low-Cost-Carrier. Statt Highlight heißt es auf gut Deutsch Höhepunkt, statt Feedback einfach Rückmeldung, statt Meeting bleibt es beim Treffen, aus Run muss wieder Ansturm werden, ein Store ist ein Laden oder ein Geschäft. Auch das Sandwich ist nur eine Klappstulle. Der Counter ist ein Tresen oder ein Schalter. Ein Swimmingpool ist doch wohl ein Schwimmbecken? Was ist ein after work club ??? Gemeint ist einfach ein Feierabendtreff. Was spricht gegen die Bezeichnung Luftprallkissen für Airbag? Bungee Jumping oder für jeden verständlich Gummiseilspringen? Lesen Sie oder Ihre Kinder manchmal Bildergeschichten oder Comics? Ein T-Shirt ist ein T-förmig geschnittenes Hemd - also ein T-Hemd. Ein Barbecue bleibt ein Grillfest. Ich arbeitete jahrelang im Berliner Stadtzentrum, einige meiner Kollegen die im selben Gebäude waren, arbeiten aber in der Berliner City. Auf der Berliner Funkausstellung ist regelmäßig jede Menge Spitzentechnik (High Tech) zu bewundern. Auch ein „post it - Zettel" ist nur ein Haftnotiz-Zettel. Kaufen Sie am Auskunftsschalter lieber eine Bahnkarte oder am Service-Point eine BahnCard?

 

Aber für viele ist die Deutsche Sprache eben leider kein „Verkaufsschlager" (Bestseller) mehr. Von Globalisierungsfreunden hört man oft, Anglizismen seien modern, ein Beweis für Weltoffenheit. Doch ist es wirklich modern, Begriffe zu benutzen, die ein nicht geringer Teil der Bevölkerung auf Anhieb gar nicht versteht? - Nein. Es ist überheblich. Hier wird modern mit dem Hereinfallen auf eine Sprachmasche verwechselt. Auch das Argument der angeblichen Weltoffenheit zieht nicht, schließlich sind deutschsprachige Texte trotz Globalisierung für deutschsprachige Leser verfasst und nicht für englischsprachige. Wem also soll mit Anglizismen Weltoffenheit bewiesen werden? Den Engländern und Amerikanern, die deutsche Texte gar nicht lesen? Wohl kaum. Kurz: Von sprachlichen Einzelfällen abgesehen sind Anglizismen also Bockmist (für Unverbesserliche = bullshit).

 

 

Wussten Sie schon, dass es weltweit ca. 6000 Sprachen gibt und Deutsch die zweithäufigste Sprache im Internetz ist.

 

Warum fordern unsere bundesdeutschen Politversager angeblich Deutschkurse für Ausländer ein, wenn gleichzeitig in deutschen Großbetrieben Englischkurse zwingend sind und Abteilungsbezeichnungen und Betriebsrichtlinien nur noch in englischer Sprache existieren?

 

Auch unsere Politversager reden mehr und mehr ein Sprachkauderwelsch als wirkliches Deutsch. Hoffen unsere politischen Debattenführer, aus den neuen, eingedeutschten Bürgern bessere Deutsche zu machen, als sie selbst es sind? Warum fangen die nicht selbst erst einmal mit einem Deutschkurs an?

 

Selbstverständlich ist es erforderlich von Integrationswilligen die Beherrschung der deutschen Sprache zu verlangen und zwar in Wort und Schrift. Aber dieses Verlangen wirkt seitens der Politiker zutiefst unehrlich und anmaßend, wenn ein Ministerpräsident im Südwesten (und andere sich ihm in seinem Sinne anschließen) erklärt, dass Deutsch nur eine Feierabend-, Freizeit- und Familiensprache ist. Wobei noch anzumerken wäre, dass ein Deutsch wie er es in seinem Dialekt spricht, eigentlich nicht die Bezeichnung deutsch verdient, da es eben nur ein Dialekt ist. Ein Dialekt wiederum ist dann tatsächlich eine Feierabend-, Freizeit- und Familiensprache. Sollte ein Ministerpräsident hier einige Begriffe verwechseln oder kann er nicht anders, weil er Angst davor hat den Menschen die Wahrheit zu sagen, was er tatsächlich denkt und unter welchen Zwängen er steht. Die Glaubwürdigkeit dieser Debattenführer gewänne wesentlich, wenn die Wortführer dabei zunächst ihr eigenes Verhältnis zu unserer Landessprache und somit unserer Muttersprache klären würden.

 

Eine große Mehrheit der Deutschen ist übrigens nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ gegen die Benutzung modischer Anglizismen. Zwei Drittel lehnen englische Wörter, die etwa in der Werbung oder in den Medien auftauchen, weitgehend ab. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Magazins. Auf noch deutlichere Ablehnung stießen deutsch-englische Mischwörter wie „brainstormen“ oder „Automaten Guide“; aber auch rein englische Wortschöpfungen wie „no-go-areas“ wurden für die Verwendung in Deutschland abgelehnt. 74 Prozent der Befragten waren laut Spiegel der Meinung, man sollte diese Wortbildungen vermeiden bzw. abschaffen und nicht verwenden.

In Deutschland gilt sprachlich also immer noch „nachdenken“, „Automaten-Handbuch“ und „Verbotszonen“, um die gerade erwähnten Begriffe noch schnell klarzustellen.

 

 

Sprachvermischung ist noch schlimmer als reiner Anglizismus

Gehen Sie einkaufen? -  Oder gehen Sie shoppen?

Ich jedenfalls gehe einkaufen und daran wird sich niemals etwas ändern, denn shoppen gehen kann ich nicht, da es dieses Wort überhaupt nicht gibt. Kein Engländer und kein US-Amerikaner würden sich einen derartigen Schwachsinn ausdenken, nur um modern oder „global“ zu klingen. Die gehen immer noch zum shopping - auch daran werden die nichts ändern. Schon gar nicht dann, wenn übereifrige Deutsche, die ihre eigene Sprache leugnen, diese Worte erfunden haben.

 

Dies ist nur ein Beispiel, das in der letzten Zeit häufig benutzt wird, aber deshalb trotzdem dadurch nicht richtig wird. Dann lieber reine Anglizismen - also ich gehe zum shopping. - Ist zwar auch fürchterlich, aber zumindest kein reiner, babylonischer Sprachenmischmasch.

 

Die Endung „en" ist in der englischen Sprache in diesem Zusammenhang nun mal unbekannt, dafür hat man dort „ing“. Wer dies nicht beachtet und hierbei wahlweise mischt, beherrscht keine der beiden Sprachen und sollte lieber für immer schweigen.

 

Wenn Sie also künftig zum Beispiel im Radio wieder diesen Unsinn ertragen sollen, schalten Sie einfach einen anderen Sender ein oder ganz aus. Wenn denen niemand mehr zuhört, werden die irgendwann auch mal wieder begreifen, wie man sprachlich vernünftig moderiert.

 

Kürzlich habe ich eine Bäckerei entdeckt, die den Namen „Backman“ trägt. Kaufen demnach viele ihre Brötchen beim Hintermann? Absoluter Schwachsinn wie es schlimmer nicht mehr geht. Noch schlimmer ist, dass dieser Laden tatsächlich Umsatz macht und nicht von der Bevölkerung wegen Volksverdummung und Sprachverdrehung gemieden wird. Auch an solchen Dingen zeichnet sich der Verfall ab. Niemand widerspricht derartigem Unsinn und alles wird kritiklos akzeptiert.

 

Man hat bekanntlich ja sogar einen eigenen Begriff für diesen Unsinn kreiert – DENGLISCH.

In Funk und Fernsehen, in der Alltagssprache und in Zeitungen ist immer häufiger Denglisch zu vernehmen oder zu lesen. Das Wort bezeichnet jenes Kauderwelsch, in dem deutsche und englische Wortbestandteile zu einem holprigen Neusprech zusammengerührt werden. Denglisch bezieht sich einerseits auf Wortschöpfungen, um die es in dieser Kolumne geht, aber auch auf Redewendungen – damit wird sich die nächste Sprachkolumne beschäftigen. Als Begriff hat es Denglisch sogar schon in den „Duden“ geschafft. Dort wird er so erklärt: „Abwertend für Deutsch mit (zu) vielen englischen Ausdrücken vermischt.“

Das erste Wort der Definition sagt bereits alles: abwertend! Denglisch ist also etwas Negatives, das es zu vermeiden gilt.

Trotzdem taucht es immer wieder in Zeitungsberichten auf. Mal werden Flüge gecancelt und leere Weinflaschen recycelt, mal sehen wir eine besonders toughe (gespr. taffe) Moderatorin, mal wird der Nachwuchs gepampert und eine Datei downgeloadet, mal ist die Hotelbar total spacig durchdesignt und mit hippen Möbeln eingerichtet.

 

Solche Wortschöpfungen, in denen das englische Original deutsch gebeugt wird, klingen wie schon gesagt grauenhaft, und sie sorgen für unnötige Verwirrung. Weil der englische Stamm des Wortes auch für des Englischen Kundige oft gar nicht auf den ersten Blick erkennbar ist – bei spacig könnte man genauso gut einen Tippfehler vermuten und sich fragen, ob es nicht richtigerweise „spaßig“ heißen müsste, gecancelt wiederum lässt an das deutsche „abgekanzelt“ denken, was aber etwas völlig anderes bedeutet. Derlei Probleme lassen sich ganz einfach umgehen indem auf denglische Wortschöpfungen verzichtet – und zwar auch dann, wenn sie im „Duden“ stehen (wie tough, chillen, hippe, canceln, recyceln). Stattdessen immer auf deutsche Wörter zurückgreifen. Schon stolpert kein Leser mehr, weil der gecancelte Flug nunmehr „gestrichen“ ist, weil die recycelte Flasche genauso gut „wiederverwertet“ werden kann, weil die toughe Moderatorin eigentlich bloß „durchsetzungsfähig“ ist, weil die gepamperten Kinder „verwöhnt“ werden und nicht etwa Windeln verpasst bekommen, was man bei diesem kruden Denglizismus auch vermuten könnte, weil die downgeloadete Datei auch einfach „heruntergeladen“ werden kann, weil die spacige Hotelbar „futuristisch gestaltet“ und mit „modernen, zeitgemäßen“ (statt hippen) Möbeln ausgestattet ist. Wir sehen: Zum Sprachpansch gibt es durchaus eine sinnvolle Alternative - die Deutsche Sprache.

 

Die Deutsche Sprachwelt hat dazu eine brauchbare Kampagne entwickelt. Unter dem Motto „Freie Fahrt für die Deutsche Sprache“ und „Schluß mit dem Ausverkauf der deutschen Sprache“
wurden Aufkleber entwickelt, die dort kostenfrei bestellt werden können.

 

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          http://www.deutsche-sprachwelt.de/bildarchiv/SALE-Aufkleber_Muster_klein.jpg

 

 

Fragen wir unsere Mitbürger doch einmal: „Denglischst Du noch, oder sprechen Sie schon?“

 

 

Was ist eine „Performance“?

Performance - liest man doch überall, ist doch auch so ein tolles, englisches Wort. Erkennen Sie wirklich den Hintergrund der folgenden Aussage? „Es war rückblickend betrachtet eine gute Performance!“

 

Performance steht im englischen für Vorführung / Darbietung, aber auch für Leistung und genauso auch noch für die Kursentwicklung von Wertpapieren.

War es in unserem Beispiel nun eine gute Vorstellung, eine gute Leistung oder eine gute Kursentwicklung? Mit DEUTSCH hat man diese Probleme des Rätselratens nicht. Denn Deutsch kennt für unterschiedliche Dinge und Bezeichnungen eben auch unterschiedliche Worte, dies ist eine gute Leistung der Deutschen Sprache und eben keine Performance.

 

 

Warum Groß- und Kleinschreibung so wichtig ist!
Nachfolgend einige Beispiele:

·                   

·                  Die Spinnen

·                  Die spinnen

·                   

·                  Ich habe hier liebe Genossen.

·                  Ich habe hier Liebe genossen.

·                   

·                  Wäre er doch nur Dichter!

·                  Wäre er doch nur dichter!

·                   

·                  Sich brüsten und anderem zuwenden.

·                  Sich Brüsten und anderem zuwenden.

·                   

·                  Die nackte Sucht

·                  Die Nackte sucht

·                   

·                  Der gefangene Floh.

·                  Der Gefangene floh.

·                   

·                  Helft den armen Vögeln.

·                  Helft den Armen vögeln.

 

Und da soll es doch tatsächlich Leute geben, die behaupten, die Groß- und Kleinschreibung wäre nicht wichtig!

 

 

Die Deutsche Sprache – wundervoll differenziert und humorvoll

Überhaupt ist die Deutsche Sprache so schön differenziert und wenn man will auch wunderbar humorvoll wie keine andere weltweit.

So muss z.B. nicht jeder, der eine Autobiographie liest, ein Interesse an Autos haben.

 

Oder versuchen Sie doch mal einen der folgenden Begriffe (nach Art und Weise eines Bilderrätsels) aufzulösen, um dann einen etwas anderen Begriff oder Gegenstand zu erhalten, der im normalen Sprachgebrauch einen ganz anderen Sinn hat (z.B. ist jemand der einen Busch entwendet, ein Strauchdieb!):

 

Ein PKW mit Linienmuster? – Streifenwagen.

Ein trauriger Gottesdienst? – Weinmesse.

Eine Beinbekleidung einer Luftbewegung? – Windhose.

Regelmäßige Besucher eines Baumes? – Stammgäste.

Eine Kolonne schlanker Glasgefäße? – Flaschenzug.

Ein Sportgerät am Jahresende? – Silvesterball.

Absturz eines kaviarliefernden Fischs? – Störfall

Doppelte Stoßwaffen? – Bilanzen.

Erst seit kurzer Zeit gehorsam? - neuartig

 

Am besten auch im Freundeskreis einmal abfragen! - Viel Spaß.

Noch mehr dieser Art von Sprachhumor findet sich in jeder Ausgabe der Deutschen Sprachwelt. Im Internetz auch unter http://www.deutsche-sprachwelt.de/

 

 

Sprachexperten der EU

Die Europäische Union will den „Alltagsrassismus in der Sprache“ stärker mit Verordnungen und Gesetzen regeln. Verboten werden sollen Werbeaussagen wie etwa „weißer als weiß“ oder
Begriffe wie „Schwarzmarkt“, „
polnische Wirtschaft“ oder „Rechtshänder“.

Es sind nach Auffassung der EU-Kommission typische Begriffe, die entweder politisch nicht korrekt oder gar rassistisch sind. Die Ankündigung rief in europäischen Staaten zunächst Verwirrung hervor. Selbst in Deutschland hielt man es zuerst für einen Scherz. Die Regierung in Nordirland (zu Großbritannien zählend) hat allerdings sofort reagiert und beispielsweise den Begriff „black day“ (schwarzer Tag) in allen amtlichen Mitteilungen untersagt.

 

Wer hinter Rechtshänder etwas Böses vermutet, wer Schwarzmärkte und polnische Wirtschaften / Verhältnisse verleugnet, dem ist nicht mehr zu helfen und der sollte sich nicht etwa zum Linkshänder umgewöhnen, um politisch korrekt dazustehen, sondern sollte sich eher in die Klapsmühle einliefern lassen. Aber so kennt man die EU. Ein Club von Schwachk… .

 

 

Anglizismen können auch beleidigen !

Die Unsitte, unsere deutsche Muttersprache mit Anglizismen zu vermischen, ist eine Kulturschande. Fernsehen, Werbung, Handel und Industrie sind die Oberpanscher. So manche englisch klingenden Laute sind dabei nahezu peinlich und lächerlich. „Backshop“ zum Beispiel entlockt jedem Angelsachsen nur ein amüsiertes Schmunzeln. Ja würden Sie nicht schmunzeln, wenn in England eine Bäckerei mit „Hintertürladen“ bezeichnet wird. Fast schon beleidigend. Es kommt noch schlimmer. In Grenzregionen zu Frankreich kaufen auch viele Franzosen in Deutschland ein. Ihnen prangen dann Plakate mit der Aufschrift „Sale“ entgegen. Auf Französisch bedeutet „sale“ schmutzig. Schöne Begrüßung. Die Nachplapperer finden das auch noch „cool“, obwohl die Sommer bekanntlich meist alles andere als kühl sind.

 

Übrigens: Anglizismen existieren leider schon seit langem bei uns. Der Abend- /Galaanzug „Smoking“ ist auch so ein Begriff.

Hören Engländer das Wort, denken die das Rauchen erlaubt ist. „dinner jacket“ oder „tuxedo“ (gesprochen: taxido) sind im englischsprachigen Raum die Bezeichnungen für den besonderen Herrenanzug.

Denglisch pur und das schon nahezu unbemerkt seit vielen Jahren.

 

 

Es gilt sprachpolitische Forderungen zu stellen

Vor dem Hintergrund, dass immer wieder versucht wird die Deutsche Sprache zu verunglimpfen gilt es inzwischen sprachpolitische Forderungen zu stellen:

 

1. Deutsch muss im öffentlichen Raum die vorrangige Sprache sein.

2. Die Unterrichtssprache in Schulen und Hochschulen ist Deutsch. Deutsch muss nationale Wissenschaftssprache sein.

3. Die deutsche Rechtschreibung muss einheitlich geregelt sein.

4. Deutsch muss in der Europäischen Union Arbeits- und Veröffentlichungssprache sein.

5. Die-deutschen Mundarten und-die deutsche Schrift sind besonders zu schützen.

6. Die Beherrschung der deutschen Sprache ist Voraussetzung für langfristigen Aufenthalt.

7. Bildung und Familie müssen gefördert werden, um die deutsche Sprache zu stärken.

8. Die deutsche Sprache ist vor politischem Missbrauch zu schützen.

 

 

"Maßgebliche Sprache für dieses Vertragsverhältnis und die Kommunikation mit dem Kunden während der Laufzeit des Vertrages ist Deutsch."

Diesen Satz habe ich kürzlich bei einer Bank in Bayern in einem Zusatzbogen zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelesen. Die AGB regeln die Fragen, die sich aus Verträgen und aus der Abwicklung von Geschäften ergeben können. Diesen Satz findet man aber leider nur in bayrischen Vertragsbedingungen. Während andere über die Deutsche Sprache diskutieren und für die Diskussion möglichst englische Begriffe verwenden und allgemein auch neue, englisch klingende Begriffe erfunden werden, handelt man in bayerischen Betrieben - hier Banken - einfach stillschweigend und lächelt vermutlich über den Rest von Deutschland.

 

 

Auch in Österreich gibt es noch genügend vernünftig denkende Menschen, die versuchen dem Sprachmischmach entgegen zu wirken.

In den Bad Kleinkirchheimer Nachrichten (Jahrgang 30 – Folge 83) vom August 2009 habe ich dazu einen hervorragenden Artikel gefunden, den ich hier wiedergebe.

 

Anfang Zitat BKK-Nachrichten:

Supergeil statt einfach schön

„Die Sprache verrät den Menschen dahinter“ ist einer der Kernsätze der Kommunikation. Wie einer redet und welche Worte einer verwendet, sagt viel von seiner Herkunft, seiner Bildung und den inneren Seelenzuständen, Die letzte große Analyse unserer Alltagssprache zeigt, dass die alten Grußformeln durch kurze international bekannte Wörter abgelöst werden. So sagt man statt dem „Grüß dich“ nunmehr „Hi“ und verabschiedet sich mit „Ciao“. Das alte Wort „Pfiat di“, das sich als Kurzformel von „Gott behüte dich“ ableitet, hat unseren Sprachgebrauch größtenteils verlassen.

 

Die Sprache im Allgemeinen beunruhigt mehr und mehr und überhaupt: Als aufmerksamer Zuhörer bleibt einem manchmal der Mund offen, wenn man im Umgang miteinander häufig nur Worte aus dem Tierreich findet – und das oft schon im Kindesalter. Oder die Eindeutschung und die vielen Anglizismen, wo sich z. B. die „Kids“ bei „Events“ treffen, wo es „supergeil“ und „saustark“ zugeht.·

Oder ein anderes Beispiel gefällig? Wir „Oldies“ gehen mit unseren „Kids“ zur „Highnoonprimetime". Es wäre an der Zeit, wieder vermehrt auf eine gepflegte deutsche Sprache Wert zu legen und diese den Kindern mit auf ihren Lebensweg zu geben!

 

Wer unbedacht ein Fremdwort wählt und deutsches Wort für ihn nicht zählt,

wer Primetime sagt statt Hauptprogramm, scheint auf dem Weg zum Ami- Wahn,

wer happy sagt und glücklich meint und sunshine, wenn die Sonne scheint,

wer hot gebraucht anstelle heiß, Know-how benutzt, wenn er was weiß,

wer sich mit sorry kühl verneigt und Shows abzieht, wenn er was zeigt,

wer Shopping geht statt einzukaufen und Jogging sagt zum Dauerlaufen,

wer Kids gar unsere Kinder nennt, Madonna besser als Herrn Goethe kennt,

der ist zwar „in“ doch merkt zu spät, dass er kein Wort mehr Deutsch versteht!

Ich bin nun wirklich kein Purist, doch unser Englischfimmel ist ein übertriebenes Gehabe und grenzt bereits an Selbstaufgabe.

Nehmt „Mountainbike“ zum Beispiel nur, von Sinn seh' ich da keine Spur.

Warum will es denn niemand wagen, kurz „Bergrad“ auf gut deutsch zu sagen?

Ende Zitat BKK-Nachrichten.

 

Dem ist erst einmal nichts hinzuzufügen. Vielen Dank an die Redaktion der Bad Kleinkirchheimer Nachrichten für diese schönen und deutlichen Worte.

 

Auch ein Gedicht von Gerhard Hess, unter www.Oding.org ist mehr als lesenswert:
FREMDSPRACHLER

Wer sich der Muttersprache schämt
und sich hernach als Welt-Mann wähnt,

wer fremdländisch mauschelt, murgelt,
englisch trällert, rülpst und gurgelt,

der ist ein armer, tumber Tropf,
ein typisch neudeutsch schaler Schopf,

ein Hosenmatz, ein Harlekin -,
mitleidig schaut das Ausland hin.


Wer seine Art nicht wahren kann,
solch fremd-bestimmter Hampelmann,

der gilt seit je in aller Welt
als Narr, als Clown und nicht als Held !

 

 

Zum Vorwurf: Sprachwahrung ist „rechtslastig“

… und wird nur von „ewig gestrigen“ praktiziert findet man einen guten Artikel der Zeitung „Deutsche Sprachwelt“ mit dem Titel > Das Schweigen der Lemminge <  als .PDF-Datei.

 

Ist die Rechtschreibreform eine Verhunzung der Deutschen Sprache?

Eine Verhunzung bedarf wesentlich mehr. Verhunzung, im Sinne von nicht mehr erkennbar, stellen ja wohl die Anglizismen dar, die jeder von uns täglich sieht, lesen muss und unbewusst auch leider verwendet. Eine Reform ist eine Änderung, eben eine Modernisierung und nichts anderes. Deutsch ist auch nach der Reform immer noch Deutsch und von jedem Deutschen zu verstehen und zu lesen!

 

Und wenn unsere Kinder in der Schule die moderne Form schreiben müssen, dann sollten wir nicht bei veraltetem bleiben. Noch dazu wenn in der Ostmark, in Südtirol und in der Schweiz diese Diskussion nie geführt wurde. Auch bei uns gab es die ersten Jahre nach der Reform keine „Gegenwehr“. Erst als einige Zeitungen der Lügenmedien auf die Idee kamen, zurück zur alten Schreibweise zu müssen, um einige Leser von ihrem Einsatz für Deutschland zu belügen, kamen die ersten Widerstände. Hier beim zurück erfolgte die Manipulation in weit größerem Ausmaß, als bei Einführung der Sprachmodernisierung.

 

Damit wir lesbar sind, schreiben wir hier im Netz und überhaupt auch in Druckschrift und nicht mehr in Sütterlin, was ja auch bzw. eigentlich Deutsch wäre. Vom Sütterlin zur Druckschrift war seinerzeit auch eine sehr einschneidende Änderung / Reform.

 

Wie habe ich es im Internetz an anderer Stelle schon gelesen:
„Wir sind nicht die letzten von gestern, sondern die ersten von morgen.“ – Dies passt m. E. auch hier.

 

Überhaupt wo wäre wir, wo wäre die Deutsche Sprache ohne Reformen, also Veränderungen und Verbesserungen? Sehen wir uns einmal verschiedene Worte an, die man im Mittelalter gebraucht hat.

Atzung – bedeutet nicht, wie es heute oftmals auf Mittelaltermärkten wieder genutzt wird „den Durst löschen“ sondern steht für „füttern, nähren, beköstigen“!

Um etwas heischen – bedeutet nicht etwas zu „erhaschen, zu erringen, zu treffen oder zu bekommen“, sondern „begehren, erbitten, fordern, nach etwas streben“!

Und hold steht nicht für „wohlgeraten oder ansehnlich“, sondern für „wohlgesonnen, zugetan, geneigt“!

 

Allein diese drei Beispiele zeigen, dass sich unsere Sprache so weit entwickelt hat, dass wir bei alten Begriffen schon einige Schwierigkeiten haben, diese richtig zu verstehen und im modernen zu deuten.

Aber schauen wir noch weiter:

 

Mittelalterbegriff

Heutiges Wort

 

 

Nobilisten

Adlige

abdisputieren

abstreiten

Arbet

Arbeit

Odem

Adem

seyhen

Aussehen

erkosen

aussuchen

Landmann

Bauer

driu

drei

gahen, staffen, wandeln

gehen

süezez

süß

Wase

Tante

treit

trägt

umber

umher

Ziten

Zeiten

zweifaltig

zweifach

 

Dies sind nur wenige Beispiele, aber auch wenn uns einige Worte noch bekannt vorkommen, sind sie uns sprachlich dennoch fremd.

 

Auch zu Zeiten Martin Luthers sprach man eine für uns moderne Deutsche fast schon unverständliche Sprache. Wer kennt die Fabel „Das Lamm und der Wolf“? – Martin Luther hatte sie seinerzeit aus dem griechischen / lateinischen ins Deutsche übersetzt.

 

Die ander Fabel von dem wolff und dem lamp
Esopus seczet von den unschuldigen und den böslistigen triegern ain sölliche fabel.
Ain wolff und ain lamp, baide durstige, kamen an ainen bach, allda ze trinken; der wolff trank oben an dem bach, und das lamp ferr unden. Do der wolff das lamp ersach, sprach er zuo im: So ich trinke, so trübst du mir das waßer? Das geduldig lemlin aprach: Wie mag ich dir das waßer trüb machen, das von dir zu mir flüßet? Der wolff errötet nit von der warheit des lamps und sprach: He, he, du fluochest mir. Antwürt daz lamp: Ich fluoch dir nit. Ja sprach der wolff, vor sechs monet det mirs dyn vater ouch. Do sprach das lamp: Nun bin ich doch die selben zyt dannocht nit geboren gewesen. Do sprach der wolff: Du hast mir ouch mynen aker gar verwüst mit dynem nagen und verheret. Do sprach das lamp: Wie möchte das gesyn, nun hab ich doch der zen nicht. Do ward der wolff in zorn bewegt und sprach: Wie wol ich dyne argument und ußzüg nit alle widerreden kann, so will ich doch ain rychlich nachtmal hinacht mit dir haben. Er fieng das unschuldig lemplin, er nam im sin leben und fraß es.

 

Wer nichts oder nur wenig verstanden hat, für den folgt hier die „moderne“ Sprache:

 

Die Fabel „Das Lamm und der Wolf“

Ein Lämmchen löschte an einem Bache seinen Durst. Fern von ihm, aber nahe der Quelle, tat ein Wolf das Gleiche. Kaum erblickte er das Lämmchen, da schrie er: "Warum trübst du mir das Wasser, das ich trinken will?" "Wie soll das möglich sein?", antwortete das Lämmchen schüchtern. "Ich stehe hier unten am Wasser, und du so weit oben. Das Wasser fließt mir doch zu. Und glaube mir, ich habe nicht die Absicht, dir etwas Böses zu tun!" "Ei, sieh doch!", rief der Wolf. "Du machst es gerade, wie dein Vater vor sechs Monaten. Lämmchen, du warst doch dabei und bist nur glücklich entkommen, als ich deinem Vater das Fell für seine ungehobelten Schmähungen abgezogen habe." "Ach, lieber Herr", flehte das zitternde Lämmchen, "ich bin ja erst vier Wochen alt und kannte meinen Vater gar nicht. Er ist ja schon so lange tot." "Du unverschämtes Ding!", knurrte der Wolf mit vorgespielter Wut. "Tot oder nicht tot, weiß ich doch, dass euer ganzes Geschlecht mich hasst. Und dafür muss ich mich rächen." Kaum hatte er das gesagt, stürzte sich der Wolf auch schon auf das Lämmchen, zerriss es und fraß es auf.

 

 

Zum Schluss die Frage: Können Sie überhaupt Deutsch? – Deutsche Schrift lesen? - Dazu viel Spaß unter: http://www.terraner.de/DEUTSCH.htm 

 

Auch die Frage „Sütterlin, Fraktur oder Antiqua“ muss behandelt werden: Einzelheiten unter http://www.terra-Kurier.de/Schriften.htm

 

 

Liebe Leser, denken Sie weiterhin Deutsch, sprechen Sie Deutsch und fordern Sie Deutsch. Die Deutsche Sprache ist ein Träger unserer Kultur!

Ein Stück Heimat ist auch eine gemeinsame Sprache. Und Vaterland und Muttersprache bilden erst die Grundlage jeder völkischen Entwicklung.

 

 

JKS / 2007 – 03.2015 / 11.2016

 

 

e-Post an: JS@terraner.de  -  Internetz unter: www.joachimschmidt.berlin

Noch mehr Informationen zur
Deutschen Sprache:
                            www.deutsche-Sprachwelt.de;

 

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm:

http://dwb.uni-trier.de/de/

http://woerterbuchnetz.de