Cuatro Puertas, und andere steinzeitliche Relikte auf Gran Canaria

 

Wer glaubt, dass die Sonneninsel Gran Canaria nur Sonne, Strand und Wasser zu bieten hat, irrt sich gewaltig.

Wer die Geschichte der Kanarischen Ureinwohner, der Guanchen, etwas ausführlicher kennen lernen möchte, dem bietet gerade Gran Canaria vielfältige Möglichkeiten.

Auf den Spuren dieser Guanchen entdeckten wir während unseres Osterurlaubes 2003, außer den inzwischen zahlreichen themenbezogenen Museen, auch jede Menge Höhlen, vereinzelte Schriftzeichen, menhirhafte Felsgebilde und dolmenähnliche Felsbauten auf der gesamten Insel.

 

Cuatro Puertas:

 

        

 

                 

 

  ohne Namen  –(Dolmen-Tor):

 

                 

 

Guanchengrab:

 

        

 

Schriftzeichen und Symbole:

 

        

 

                           

 

                                                       

 

 

 

Offensichtlich muss es eine wie auch immer geartete Verbindung zur vorchristlichen Megalithkultur des Festland-Europas bestanden haben. Anders lassen sich die vorhandenen Ähnlichkeiten nicht glaubhaft erklären. Aber dies würde auch bedeuten, dass die Bevölkerung der Kanarischen Inseln viel, viel älter ist als bisher angenommen wurde.

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                                      Die offiziellen Geschichtsdaten

 

vor rund 20 Millionen Jahren bis 3 Millionen Jahren

die Kanarischen Inseln entsteigen den Wogen des Atlantiks.

 

Um 0 / vor rund 2000 Jahren

Wahrscheinlicher Beginn der Besiedlung der Kanarischen Inseln. In mehreren

Einwanderungswellen werden die später unkorrekterweise als Guanchen bezeichneten

Ureinwohner von den Passatwinden zum Archipel getrieben.

 

24 n. N.

Der in Rom erzogene König Juba II. von Mauretanien, ein Freund des Kaisers

Augustus, rüstet eine Expedition unter dem Kommando seines Leibarztes Euphorbius

aus, um die lückenhaften Kenntnisse über die geheimnisvollen Inseln zu erweitern.

 

um 100 n. N.

Der Grieche Plutarch preist in seinem "Leben des Sertorius" das goldene Zeitalter, das

auf den "Inseln der Seligen" herrsche. Die Fahrt zu den Inseln beschreibt er

folgendermaßen: Man muss die Säulen des Herakles (Gibraltar) passieren und die

Mündung des Betis (Guadalquivir) hinter sich lassen.

 

um 150 n. N.

Der Mathematiker, Astronom und Geograph Ptolemäus legt den Nullmeridian an die

westliche Grenze der damals bekannten Welt. Erst 1883 wird der Nullmeridian vom

Westkap der Insel El Hierro (Punta de Orchilla) nach Greenwich verlegt.

 

999

Eine arabische Flotte unter Admiral Ben-Farroukh treibt mit der kanarischen

Urbevölkerung Handel.

 

um 1312

Der Genuese Lanceloto Malocello landet auf Lanzarote und bleibt über 20 Jahre auf der Insel.

 

1344

Papst Clemens VI. verteilt als Gottes Stellvertreter in Avignon ein Stück der Welt an

Luis de la Cerda, dem Urenkel König Alfonsos X. von Kastilien. Nur die Guanchen

wissen nichts davon, dass sie und ihre Inseln für jährlich 400 Gulden in Gold zum

erblichen Lehen geworden sind.

 

1402

Der normannische Ritter Jean de Béthencourt geht an den Papagayo-Stränden an

Land und erobert im Namen der spanischen Krone Lanzarote, drei Jahre später auch

Fuerteventura und El Hierro.

 

1447 - 1450

Unter Hernán Peraza, dem verhassten Grafen von Gomera, wird in San Sebastián der

Torre del Conde, ein dreistöckiger quadratischer Befestigungsturm, errichtet.

 

1492

Christoph Columbus läuft vor seiner berühmten Entdeckungsreise die Inseln Gran

Canaria und Gomera an, um sich ein letztes Mal mit frischem Wasser zu versorgen.

Am 6. September bricht er vom Passatwind getrieben mit seinen drei Karavellen in San Sebastián auf.

 

1496

Nach zwei Jahren währenden Kämpfen gelingt es den Spaniern unter der Führung von

Alonso de Lugo, Teneriffa als letzte Insel des Kanarischen Archipels zu erobern. Die

Guanchen sind unterworfen, ihre Kultur verschwindet bis auf wenige Relikte. 

 

 

Oder hatten die Guanchen und die Ureinwohnen des Festlandes einen gemeinsamen Ursprung ?

.......  und zwar in          ATLANTIS ! ?

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JKS 2003